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Mein DokuWiki

www.dokuwiki.org

www.dokuwiki.org

Nach meinem Artikel über Soziale Arbeit und Wikis habe ich die verschiedenen Wikis ausprobiert, die in dem Artikel verlinkt sind.

Mein persönlicher Favorit ist das DokuWiki, das ich nun schon seit geraumer Zeit im Betrieb habe.

Zeit für einen kleinen Erfahrungsbericht.

Die Hauptgründe für den Einsatz des DokuWiki sind für mich

  • es benötigt keine Datenbank
  • es ist sehr leicht zu installieren
  • die Benutzerverwaltung ist schnell zu verstehen
  • es gibt viele nützliche Plugins

Das Wiki läuft bei mir auf meinem kleinen Nas. Es kann aber natürlich auch lokal auf dem eigenen PC installiert werden. Das Paket XAMPP sorgt für die passende Umgebung.

Einsatzzwecke

Der Hauptgrund für ein eigenes kleines Wiki war die Suche nach einer (für mich) vernünftigen Dokumentations- und Verwaltungmöglichkeit für meine Webseiten.

Für jede Webseite habe ich eine Seite in meinem Wiki, in der ich alles dokumentiere:

  • Welche Komponenten/Plugins sind im Einsatz
  • Was habe ich wann wo in welcher Datei geändert
  • An was muss ich alles denken, bevor die Seite als fertig bezeichnet werden kann
  • Für welche Komponenten/Plugins habe ich wann und wieviel gespendet
  • Wieviele Stunden habe ich für welche Seiten benötigt

Für mich ist das eine Dokumentations-Variante mit der ich wunderbar zurecht komme. Mit dem Code-Plugin kann ich den geänderten Code schön hervorheben, das TableCalc-Plugin rechnet mit meine Stunden und gefahrene Kilometer zusammen. Um das Ganze zu optimieren habe ich eine Vorlage gebastelt, die ich für künftige Projekte verwenden kann.

Inzwischen habe ich den Einsatz erweitert und nutze das Wiki für die Planung von Veranstaltungen. Auch hier habe ich Vorlagen für Anfragen gebastelt, damit auch alles benötigte geklärt ist und es nicht zu Missverständnissen kommt. Das schöne an der Sache ist, dass das zusammengeschriebene direkt in das öffentliche Wiki packen kann und den Teilnehmern dann den Link zum Wiki auf die Visitenkarte schreibe. Dadurch habe diese ein kleines Nachschlagewerk. (Gut, im Moment habe ich mehr Webseiten als Workshops, daher steht da leider noch nicht viel drin.)

Weiterhin habe ich noch eine kleine Linksammlung aufgebaut und erweitere diese einigermaßen regelmäßig. Hier bin ich mir noch nicht sicher, ob das Wiki ein geeignetes Tool zur Verwaltung ist. Praktisch ist jedoch das ODT-Plugin, mit der ich die Linksammlung schnell in ein Text-Dokument umwandeln kann. Das lässt sich dann schön ausdrucken oder als PDF verschicken und der Empfänger kann sich das dann ausdrucken.

Bei meiner anderen Arbeitsstelle nutze ich das DokuWiki bei Workshops mit SchülerInnen. Da ich gemerkt habe, dass es viel Zeit beansprucht bis alle TeilnehmerInnen eine URL in die Adressezeile getippt haben, nutze ich es Anlaufstelle während der Veranstaltung. Dadurch kann ich auch während dem Workshop Fragen sammeln oder zusätzliche Links aufschreiben. Danach haben die SchülerInnen alles noch mal zum Nachlesen.

Wer nicht mit der Syntax arbeiten möchte, findet im Plugin-Bereich auch verschiedene Editoren für das Wiki. Gute Erfahrungen habe ich mit dem fckglite-Plugin gemacht.

Durch das DokuWiki erspare ich mir einen Dokumentenwust auf der Festplatte. Mit der Export-Funktion habe ich aber jederzeit die Möglichkeit bestimmte Inhalte druck- oder verschickbar zu machen.

Soziale Arbeit und Wikis

Aus dem studentischen Alltag: Eine Projektdokumentation, 4 Leute schreiben daran mit. Jeder mit einer anderen Office Version, viele E-Mails im Posteingang, mal mit und mal ohne Anhang. „Sorry, Anhang vergessen.“ oder „Ey, ich kann die Datei nicht öffnen!“. Jaja, das frustet.

Dabei geht es auch anderst. Zum Beispiel mit einem schönen Wiki oder Google Text & Tabellen.

Besonders Wikis sind eine wirklich sehr praktische Sache, wenn es um das gemeinsame Arbeiten geht. Wir von Media Sozial nutzen ein Wiki z.B. um Ideen für Projekte zu sammeln. Die Ferienfreizeit, die ich nun schon zweimal mitgemacht habe, nutzt ein Wiki für die Vorbereitung, was sehr sehr gut klappt. Natürlich muss man das eigene Arbeiten etwas umstellen, aber wenn Routinen da sind, klappt das prima. Vor der Freizeit werden die wichtigen Sachen ausgedruckt und mitgebracht.

Fürs Studium hätte ich mir ein Wiki für jedes Semester gewünscht, welches als Informationsquelle im gesamten Studium dient. Eine Sammelsurium vom Semester für das Semester, ohne zich Mails im Postfach. Noch toller wäre es wenn sich Rookai verbreitet.

Aber auch für die Arbeit in der Sozialarbeit erachte ich ein Wiki als hilfreich. Bald bin ich ja ein fertiger Sozialarbeiter, mein Praxissemester habe ich schon hinter mir. Dort ist mir aufgefallen, dass manchmal doch etwas Zeit für die Formatierung von Protokollen oder sonstigen Dokumenten benötigt wird. Die werden dann durch den Verteiler gejagt und dabei findet sich immer jemand, der das Dokument nicht öffnen kann oder bei dem die Darstellung kaputt ist. Das Protokoll könnte einfach in ein Wiki. Bei allen sieht es dann gleich aus, alle können ihren Kommentar dazugeben und die Protokolle sind schön geordnet, jederzeit abrufbar.

Die Formatierungsmöglichkeiten sind auch begrenzt, und die Chance auf bunte Dokumente sinkt gegen Null :-)

Es könnten die Themen für die nächsten Meetings geklärt werden, eine Methoden-Sammlung angelegt werden, Ideen und Anregungen können gesammelt werden. Aber auch Präsentationen, Studien und sonstige Dokumente können im Wiki schön sauber gesammelt werden.

Da nicht immer ein Webhosting-Paket für ein Wiki vorhanden ist, habe ich mal nach kostenlosen und kostenpflichtigen Anbietern gesucht, die Wikis zur Verfügung stellen. Dabei kann auch das eigene Wiki mit einem Passwort versehen werden, damit nicht jeder mitlesen kann.

Hier mal eine Sammlung der gefundenen Links. Ein Erfahrungsbericht zu gehosteten Wikis gibt es bei Thomas Pleil .

Für den Google-Dienst wird ein Account bei Google benötigt, was natürlich auch eine hemmschwelle sein kann. Nicht jeder ist begeistert von Google, wegen den Daten. Aber man könnte sich z.B. mit einer extra E-Mail Adresse anmelden. Der Vorteil ist einfach, dass jeder an dem Dokument schreiben kann, es können Abschnitte mit Notizen versehen werden, das Postfach wird geschönt und auch der PC wird vor einem eventuell mit Viren versuechten USB-Stick verschont. Zudem ist das Dokument immer auf den neuesten Stand, es existieren keine 25 Versionen vom selben Text. Und man braucht sich keine sorgen machen, wenn der PC nicht mehr will. Das Dokument liegt ja auf dem Server von Google.

Das fertige Dokument kann dann als .odt oder .doc exportiert werden. Ich gebe zu, am Ende muss die Formatierung nochmals überarbeitet werden. Die Art der Arbeit an dem Text ist natürlich auch eine andere, die am Anfang sicher etwas gewöhnungsbedürftig ist.