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Tablet-Training für Senioren

Vor kurzem hatte ich mein erstes Tablet-Training für Senioren. Die Generationenbrücke Mönchweiler hat mich angefragt, ob ich im Rahmen des Android Labors eine Veranstaltung mit Tablets für Senioren anbieten könnte. Das habe ich gemacht und habe positive Rückmeldung erhalten. Es ist schon eine neue Reihe für Ende des Jahres vereinbart. Dieser Artikel soll meine bisherige Erfahrung skizzieren.

Es waren insgesamt 3 Termine, die je 90 Minuten dauerten. Angepeilt waren max. 12 Teilnehmer/innen, da ich selbst 8 Nexus 7 (2013) Tablets zur Verfügung habe und die Generationenbrücke sich noch Geräte angeschafft hatte. Am Ende waren es dann 19 Senioren und Seniorinnen.

Die Termine hatten folgende Inhalte:

1. Tag, Funktionen der Tablets

  • Unterschiede zwischen Handy | Smartphone | Tablets
  • Größen, Hersteller und Betriebsysteme (Android von Google & iOS von Apple)
  • Einführung Apps

2. Tag, Experimentieren mit Tablets

  • Multimediafunktionen ausprobieren (Fotos, Filme & Musik)
  • Hilfreiche Apps für den Alltag
  • Das Gerät an die eignen Bedürfnisse anpassen.

3. Tag, Sicherheit im Umgang mit Tablets

  • Apps und ihre Berechtigungen
  • Virenscanner, ja? Nein?
  • PIN-Sperre
  • GPS
  • Datenschutz

Rückblick Tag 1

Nach der ersten Veranstaltung ist mir klar geworden, dass wir beim 2. Termin noch eine App brauchen, um das tappen zu üben. Ich hatte mich für „Wo ist mein Wasser?“ entschieden, weil ich dachte, dass es ein nettes Spiel ist und das tappen auf diese Art spielerisch erlernt werden kann.
Im Prinzip ein guter Gedanke, beim nächsten Mal muss ich aber dafür sorgen, dass ich die Werbung weggekauft habe. Diese hat die Teilnehmer/innen doch arg verwirrt. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob es nicht ein geeigneteres Spiel oder eine andere App gibt.

Wo ist mein Wasser? Gratis
Wo ist mein Wasser? Gratis
Entwickler: Disney
Preis: Kostenlos

Rückblick Tag 2

Kurz und knapp: Zu wenig Zeit, zu großes Interesse mit den Geräten zu experimentieren. Der Teil der Veranstaltung benötigt definitiv mehr Veranstaltungen.
Über die default Kamera- und Galerie-App sind wir nicht hinaus gekommen.

Rückblick Tag 3

Da Tag 2 zu knapp war, ging noch etwas Zeit für App-Vorstellungen und Experimentieren drauf. In den ersten 30 Minuten habe ich auf die Berechtigungen und die Bedeutung hingewiesen (ein wichtiges Thema, finde ich.), dazu nutze ich einen Artikel von Mike Kuketz und einen Artikel von AndroidPIT, der die Bedeutung der App-Berechtigungen erklärt (und erfreulicherweise regelmäßig aktualisiert wird).

Tablet-Training für Senioren

Die Veranstaltung war richtig gut besucht

Für den 2. Workshop-Tag habe ich gemeinsam mit dem Veranstaler überlegt, welche Apps den Sinnvoll sein könnten, wir haben uns auf „Alltags- und Reiseapps“ geeinigt.
Ich habe mir die Mühe gemacht und eine Ladung Apps auf meine Geräte zu installieren (Google bitte macht die Verwaltung mehrerer Geräte einfacher!) und mittels eingeschränktes Profil für die Trainings einzurichten. Für Skype habe ich verschiedene Konten angelegt, damit das ausprobiert werden konnte.

Damit die Teilnehmer/innen am Ende etwas zur Hand haben, habe ich eine Liste mit Apps erstellt, die auf den Geräten waren. Die Apps sind per QR-Code aufgeführt, ich habe versucht möglichst viele Bereiche abzudenken, habe aber natürlich längst nicht alles. Ziel war es, die Vielfalt die Apps darzustellen. Ausprobiert habe ich auch nicht alle. Von den regionalen Apps „Vor Ort“ bin ich ziemlich enttäuscht. Die Liste ist öffentlich auf Google Drive verfügbar.

Im Netzwerkzeug gibt es dazu noch eine regelmäßig aktualisierte Linkliste.

Für den nächsten Termin überlege ich mir, einfach 8 Google-Konten, Skype-Konten usw anzulegen. WhatsApp kann mittels Threema wunderbar simuliert werden, denke ich, da ich keine Mobilfunknummer benötige. Dann hätte ich auf den Geräten Identitäten, die untereinander bekannt sind. Die können dann über das gesamte Training eingerichtet und ausprobiert werden.

Ich freue mich schon auf die nächsten Termine :-)

7 Kommentare

  1. Hallo, vielen Dank für die informative Zusammenfassung Deiner Erfahrungen!
    Als „Tap–Trainer“ benutze ich „Drawing Pad“ (von 8 Jahren bis 74 getestet ):
    https://play.google.com/store/apps/details?id=org.pogi.DrawingPad&hl=de

    Das sofortige Feedback über den „Pinsel“ ist gerade auch für die älteren Einstieger recht gut und mit der Malerei lassen sich zeitliche Unterschiede in der Aufmerksamkeit der Teilnehmer gut ausgleichen.

  2. Hi! Vielen Dank für den Tipp mit dem Drawing Pad, das werde ich auf jeden Fall ausprobieren.

  3. Hallo Michael, deine Veranstaltung sieht interessant aus. Gibt es bestimmte Apps, vielleicht auch Spiele für Senioren, die du empfehlen kannst, wenn man die Nutzung autodidaktisch lernen möchte?

  4. Hi,
    da habe ich leider keinen Tipp für dich. Android nimmt den Benutzer bei der Installation ein Stück an die Hand, aber das ist auch eher ein schneller Crashkurs. Ich hatte das Gefühl, dass meine Teilnehmer/innen auf jeden Fall eine kleine Einführung gebraucht haben. Auch die, die bereits ein Tablet hatten und die Geräte mitgebracht haben. Die iPad-Besitzer kamen übrigens besser mit ihrem Gerät zurecht.

  5. Hi Michael,
    Leider sind die Dateien in Drive und Netzwerkverbindung nicht mehr vorhanden, hätte aber gerne noch reingeschaut – hast Du die noch? Bin heute in einem Kurs, in dem ich noch Tipps brauchen kann …

  6. Gemeint ist natürlich Netzwerkzeug !!!

  7. Hi,

    du hast recht.
    Leider habe ich das gar nicht mehr, musste ich gerade feststellen. Habe den Drive-Ordner durchsucht, das habe ich wohl mal gelöscht… :|

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