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Präsentieren mit Android

Bei Veranstaltungen zum Thema Smartphones, möchte ich den Teilnehmer/innen am liebsten natürlich direkt mein Smartphone-Display zeigen, um einzelne Funktionen zu erläutern. Das Alles am besten ohne Kabelgewirr. Mit dem Miracast-Standard ab Android 4.2 und den passenden Adaptern ist das nun endlich möglich.

Mit Android 4.2 hat Google einen Standard eingeführt, um den Bildschirm-Inhalt per WLAN an ein Endgerät zu übertragen. Neben den Bildschirm-Inhalten kann auch Ton übertragen werden, praktisch bei Videos. Ein paar mehr technische Infos liefert die Wikipedia.

Seit Android 4.2 gibt es die Funktion Bildschirmübertragung und ist in den Einstellungen unter Display zu finden. Um diese zu nutzen, muss ein Miracast-Fähiges Endgerät vorhanden sein. Diese gibt es zum Beispiel in Form von HDMI-Dongle, das sind kleine Adapter, die in den HDMI-Anschluß des Beamer oder Fernseher kommen. Mein Dongle kommt von Asus und war mit 89,- Euro nicht ganz billig.

ASUS Miracast Dongle

 

Steckt der Dongle im Beamer, kann er unter Einstellungen -> Display -> Bildschirmübertragung aktiviert werden. Habe ich das einmal gemacht, findet sich im Menü rechts (wie nennt sich das?) oben der Button Bildschirmübertragung.

BildschirmübertragungMit Tap auf den Button ist es auch schon erledigt, mein Bildschirm erscheint auf dem Beamer. Im Benachrichtigungsmenü habe ich nun die Möglichkeit, die Verbindung zu trennen. Dadurch kann ich Platz für den nächsten Teilnehmer machen. Mit den Nexus 7 Tablets funktioniert der schnelle Wechsel reibungslos.

Der HDMI-Mangel

Leider haben die meisten Beamer keinen HDMI-Anschluß. Hier kommt ein Adapter zum Einsatz, den ich bei Amazon gefunden habe. Der Hersteller nennt sich Ligawo und hat verschiedene Adapter im Einsatz. Ich hatte mir zunächst den falsch gekauft, da der erste das HDMI-Signal 1:1 übergibt, also auf der andere Seite 1080p ausspuckt. Das können aber die wenigstens Beamer und ich hatte entweder kein Bild oder ein „out of range“ auf der Leinwand. Der aktuelle Adapter kann mittels Knopf die Ausgabe-Auflösung anpassen (von 640×480 bis Full-HD), sodass er eigentlich bei jedem Beamer geht.

Der Adapter hat auch ein Audio-Ausgang, um z.B. Lautsprecher anzuschließen. Somit können auch Youtube-Videos usw problemlos gezeigt werden.

Hatte den Adapter nun bei einigen Veranstaltungen im Einsatz und es hat immer geklappt.

Präsentieren mit Android

Wo früher das Laptop war, ist nun der Adapter und der Dongle.

Das Dateiformat-Problem

Als Ubuntu- und LibreOffice-Nutzer stehe ich vor dem Problem, dass es wohl keine App gibt, um das .odt-Format anzuzeigen. Ich bin dazu übergangen, meine Folien (snd ohnehin nur Fotos) in Google Drive zu erstellen, um diese dann mit der App Drive darzustellen. Wenn kein Internet vorhanden ist, muss ich daran denken, die Folien offline verfügbar zu machen. Allerdings würde ich gerne die App Quickoffice verwenden, welche sich Google gekauft hat und auf dem Nexus 7 vorinstalliert war. Dort ist ein Pointer integriert, ich brauche nur mit dem Finger länger auf eine Stelle zu tappen.

Quickoffice kann zwar Meine Ablage in Drive öffnen, aber die Drive-Präsentationen nicht darstellen. Quickoffice kommt wohl nur mit .ppt-Format zurecht. Also muss ich alle Präsentationen im Office 2003-Format abspeichern, um sicherzugehen, dass es überall funktioniert.

Dennoch bin ich sehr zufrieden mit der Funktionsweise und möchte das Arbeiten mit dem Tablet nicht mehr missen. Es ist einfach angenehmer, das kleine Teil auf dem Schoß zu haben, als immer dem Laptop zwischen sich und den Teilnehmer zu haben.

Nachtrag, 18.08.2014
Seit Juli kann der Bildschirm auch an den Chromecast (HDMI-Dongle von Google) geschickt werden. Das klappt bei mir aber nicht ganz so flüssig wie mit dem Asus-Dongle, aber das wird eventuell noch.

Mit dem Chromecast werde ich im Herbst etwas herumspielen, das wird dann aber sicher ein eigener Beitrag.

Nachtrag, 03.09.2014
Über Google+ macht mich Axel Krommer auf das folgende Video aufmerksam.

Außerdem hat er mich noch auf diesen HDMI/VGA-Adapter von Kanex hingewiesen. Dieser passt die Ausgabe an die Möglichkeiten des Beamers an.

Nachtrag, 21.01.2015
Per Instagram weist mich Alexander Weller auf seinen Dongle hin. Dieser kann sowohl das Display von seinem iPhone via AirPlay, als auch von Android via Miracast spiegeln.

Kollege ::Uli Sailer hat den Chromecast und den AirPlay im Einsatz, und alle Geräte zu einem kleinen Technik-Kunstwerk verbaut. 

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Nachtrag, 28.07.2015

Die App „Google Präsentationen“ hat nun automatisch eine Referenten-Ansicht, wenn das Display gespiegelt ist. Heißt, ich sehe einen Timer, Notizen und die nächsten Folien während an der Leinwand nur die Präsentation zu sehen ist.

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Präsentieren mit dem Nexus 9

Nachtrag, 29.01.2016
Seit einiger Zeit nutze ich für die Workshops ein Nexus 9, da mir die 7″ des Nexus 7 manchmal doch zu klein waren.

Da ich mit den Nexus 7 sehr zufrieden bin, habe ich mir ohne viel Recherche das Nexus 9 gekauft. Das war leider ein Fehler, denn das Nexus 9 unterstützt nicht den Miracast-Standard. Mein Asus Dongle funktioniert leider nicht mit dem Nexus 9. Bildschirmspiegelung geht offensichtlich nur mit dem Google Chromecast. Ok, den habe ich auch, halb so wild. Leider benötigt dieser immer einen Internetzugang. Ich habe immer einen mobilen Router dabei, und auch fast immer Netz, aber wenn es mal nicht da ist, muss ich dann umsteigen auf das Nexus 7 mit dem Asus Dongle. Auf dem Nexus 7 liegen natürlich nicht alle Inhalte für die Workshops, also muss ich da dann etwas improvisieren. Das kam zwar erst 2 oder 3x vor, ist aber trotzdem ärgerlich.

11 Kommentare

  1. „Mit Android 4.2 hat Google einen Standard eingeführt, um den Bildschirm-Inhalt per WLAN an ein Endgerät zu übertragen. “

    Heißt das ich brauche auf jeden Fall eine Internetverbindung? Bei Präsentationen ist das ja immer ein großes Problem. Oder wie machst du das zum Beispiel an Schulen?

  2. Hi Robert!
    Nein, du musst nur das WLAN am Smartphone / Tablet einschalten und die Verbindung herstellen. Klappt alles ohne Internet.

    grüße
    Michael

  3. Hallo,
    in allen Berichten zu diesen kleinen „Casting-Sticks“ ist immer nur von einer HDMI-Verbindung direkt am TV die Rede.
    Wie sieht das an einem vorgeschalteten AV-Receiver aus.
    Kann ich die Teilchen dort am HDMI anschließen um dann den Audio über mein 5.1 wiederzugeben?

  4. Hi, danke für die schnelle Antwort. – vermutlich hab ich mich aber falsch ausgedrückt.
    Mir geht es nicht um das exclusive Audio-Streaming. – dafür hab ich mein Sonos.
    Mir geht es darum z.B Videos vom TAB o. SmartPhone (egal ob YouTube oder lokal vom Device) per Miracast auf den Stick am AVR zu streamen. Der AVR sollte dort den Audio auskoppeln (der wird ja dann auf den angeschlossenen LPn (5.1) ausgegeben), und das Video via HDMI-Out an den TV weitergeben.
    Ob das so einwandfrei funzt ? – dazu kann ich leider nirgends eine Aussage finden ;-(

  5. Hi,

    da habe ich dich dann falsch verstanden, ja.
    Und auf deine Frage habe ich dann leider keine Antwort. Da ist ein Hifi-Forum oder ähnliches wohl die richtige Anlaufstelle.

  6. OK. Danke. – dann „try and error“ mit dem Measy A3W EZCast. ;-)

  7. Aus dem Miracast-Adapter (bei mir „Microsoft Wireless Display Adapter v2“) kommt hinten ein normales HDMI-Signal raus! Du kannst natürlich einen HDMI-Audio-Extractor vor den Beamer/TV schalten. Das machen wir mit allen HDMI-Quellen ohne Probleme.

  8. Aus dem Miracast-Adapter (bei mir „Microsoft Wireless Display Adapter v2“) kommt hinten ein normales HDMI-Signal raus! Du kannst natürlich einen HDMI-Audio-Extractor vor den Beamer/TV schalten. Das machen wir mit allen HDMI-Quellen ohne Probleme.

  9. Hast du das ausprobiert? ich wollte mein Nexus 9 irgendwann mal mit einer Custom ROM bespielen, weil es ganz grausig und lahm läuft.
    An das fehlende Miracast habe ich mich inzwischen gewöhnt.

    Die ZIP, die da verlinkt ist ist aber für Lollipop? Da stehst auch nichts von Lollipop..
    Ist mir etwas zu riskant.. :)

Kommentare sind geschlossen.