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Stop Motion mit Android

Stop Motion (CC-BY VFS Digital Design)

Nach dem ich bei Thorsten Belzer & Heiko Wolf in einem ganz tollen iPad-Workshop war, musste ich direkt mal nach Möglichkeiten suchen, um mit Android kreativ zu sein. Besonders iStopMotion hat es mir angetan, und ich wollte wissen, was der Playstore bzw. Android zu bieten hat, um mit meinem Samsung Galaxytab 10.1n mehr zu tun, als nur zu lesen.

Mit Clayframes habe ich eine einigermaßen benutzbare App gefunden. In einem Video-Workshop ist sie auch gleich zum Einsatz gekommen und durfte sich bei den Teilnehmer/innen beweisen.

Testmöglichkeit

Zum Testen gibt es eine Lite-Variante der App, mit der man 50 Fotos erstellen und diese dann maximal 2x exportieren kann. Nach den beiden Exporten muss man dann die Pro-Version kaufen, die mit 1,89€ zu buche schlägt.

Die Funktionen

Clayframes kann Fotos erstellen und aus diesen dann einen Film erstellen. Damit ist das Wichtigste schon erfüllt. Zusätzlich gibt es noch die Zwiebel-Funktion, bei der man immer das vorherige Bild ganz schwach eingeblendet bekommt, damit man weiß, wie weit die Figur bewegt werden muss. Die hilfreichste Funktion, wie ich finde.

Praktisch ist außerdem, dass man ein Foto durch ein Geräusch auslösen kann. Damit ist ein versehentliches Bewegen des Gerätes fast unmöglich. Die Empfindlichkeit des Auslösers kann eingestellt werden.

Die gemachten Fotos können mit einer Edit-Funktion nochmals betrachtet werden, unerwünschte Fotos können gelöscht werden. Außerdem kann man innerhalb dieser Funktion sich das Video anschauen.

Mit dem Export lässt sich dann aus den Fotos ein Video erstellen. Es kann eingestellt werden, wieviel Bilder pro Sekunde verwenden werden sollen. Nach dem Druck auf Export erhält man eine AVI, die dann in der Galerie auftaucht.

Clayframes - stop motion
Clayframes - stop motion
Entwickler: Mr Lightbox
Preis: 2,39 €

Praxistauglichkeit

Erster Nachteil bei der App ist, dass sie bisher nur in englischer Sprache zur Verfügung steht. Ich habe dem Entwickler Angeboten, bei der Übersetzung zu helfen. Er meldet sich, wenn es ein Update gibt. Mal sehen.
Natürlich sind Begriffe wie „New, Gallery, Edit, Export oder Help“ nicht unverständlich, aber da verschränken die ersten schon die Hände. Meine Teilnehmer/innen beim Workshop aber nicht, die  hat das überhaupt nicht gestört.

Ich würde Clayframes mal als einigermaßen Intuitiv beschreiben. Im Workshop haben die Teilnehmer gleich auf „New“ gedrückt und einen Namen für ihr Projekt eingegeben. Sie wollten dann loslegen, leider musste man dafür erst wieder auf zurück und dann auf „Photo“, um Fotos zu machen. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber diese bremst den Ablauf erst mal kurz.
Auch die Möglichkeit, Bilder zu löschen ist nicht auf Anhieb zu finden. Im Edit-Modus muss für längere Zeit auf das Bild gedrückt werden, dann kann es gelöscht werden.
Eine bestehende Galerie bzw. ein Projekt zu löschen ging manchmal nur über den Umweg mit einem Dateimanager.

Eine weitere Bearbeitung ist leider nicht möglich. Es kann weder Musik, noch ein Titel hinzugefügt werden. Zur weiteren Bearbeitung ist wohl ein PC/Laptop notwendig. Im Workshop haben wir die Kurzfilme mit dem Movie Maker 2012 mit Titel und Musik verziert.

Trotz allem ist es zumindest eine Möglichkeit, auf die schnelle einen kleinen StopMotion-Film zu erstellen, wenn auch mit Einschränkungen  Das funktioniert auch auf dem Smartphone, in der Gruppe gab es ein Samsung Galaxy S3, mit dem ein Video erstellt wurde.
Weitere Geräte waren ein Samsung Galaxy Tab7 und mein Galaxy Tab 10.1n.

Wer zuvor mit iStopMotion (iOS) gearbeitet hat, wird natürlich leicht enttäuscht sein. Clayframes ist nicht so hübsch, nicht so intuitiv und hat weniger Funktionen.

Hier ein kurzer Clip, den ich am Sonntag-Nachmittag zum Testen aufgenommen habe.

1 Kommentar

  1. Hallo Michael, und danke für das Lob!
    Beim Lesen des Artikels ist mir folgendes eingekommen:
    Zusätzlich zu dem von dir genannten iStopMotion benutze ich noch iMotion HD. iMotion kann auch keine Videos weiterbearbeiten, aber in einem Videoschnittprogramm wie iMovie für iOS geht das dann.
    Evtl. Kannst du auch bei Android dieses 2 Programm einsetzen (Videoschnitt) und hast somit die Möglichkeit in einem All-In-One Geräte Projekt zu bleiben!
    Viel Erfolg!

Kommentare sind geschlossen.