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Erfahrungsbericht: Das Facebook-Spiel

Gemeinsam mit Jörg Singer hatte ich die Möglichkeit das Facebook-Spiel bei einem 2-tägigen Elternseminar auszuprobieren. Wir hatten 40 Eltern zu gast und waren gespannt, ob und wie das mit so einer großen Anzahl TeilnehmerInnen funktioniert.

Ich liste einfach mal alles auf, was uns so während der Vorbereitung beschäftigt hat und wie wir das Spiel aufgebaut, vorbereitet und durchgeführt haben.

Das Material
Wir haben uns natürlich die Vorlagen des Originals geschnappt und etwas angepasst. Dazu kamen noch

  • Zeitungen/Zeitschriften für Profilfotos/“Gefällt mir“-Interessen oder Postings
  • Gelbe Klebezettel für eigene Pinnwand-Einträge
  • Rosa Klebezettel für Kommentare
  • Gelbe Klebepunkte für ein „gefällt mir“
  • Post-IT für den eigenen Namen
  • 40 Karton-Streifen für die Punktekarte
  • Scheren

die genaue Anzahl der ganzen Sachen weiß ich nicht mehr. In dem Fall trifft aber wohl „viel hilft viel“ zu.

Das Vorbereiten und Ausdrucken war an einem Abend erledigt. Hier unsere angepassten Versionen (alles .odt) zum Herunterladen:

  • [ddownload id=“435″ text=“Aktionskarten: Freunde finden“ style=“link“]
  • [ddownload id=“437″ text=“Aktionskarten: Freunde verlieren“ style=“link“]
  • [ddownload id=“438″ text=“Aktionskarten: Gruppenaktionen“ style=“link“]
  • [ddownload id=“439″ text=“Aktionskarten: Mini-Spiele“ style=“link“]
  • [ddownload id=“440″ text=“Aktionskarten: Postings“ style=“link“]
  • [ddownload id=“441″ text=“Creative Commons Lizenz“ style=“link“]
  • [ddownload id=“442″ text=“Gruppenprofil“ style=“link“]
  • [ddownload id=“443″ text=“Profil“ style=“link“]
  • [ddownload id=“444″ text=“Profilfotos“ style=“link“]
  • [ddownload id=“445″ text=“Spielphasen“ style=“link“]
  • [ddownload id=“446″ text=“Spielregeln“ style=“link“]
  • [ddownload id=“446″ text=“Statuspyramide“ style=“link“]

[ddownload id=“448″ text=“ZIP-Paket“ style=“button“ color=“blue“]

Der Aufbau

der-aufbau

Der Aufbau im großen Raum

Mitten im Raum haben wir eine lange Tischreihe gebaut. Pro Tisch platzierten wir 3 Profile. Die Pinnwand war immer rechts des Profils angelegt. Rechts und Links der Tischreihe haben wir jeweils einen Materialtisch aufgebaut auf dem Aktionskarten, Post-ITs, Klebezettel, Scheren und Zeitschriften abgelegt waren.

Dazu hatten wir noch in der Mitter vor der Tischreihe den Spielleitertisch und Stellwände für die Regeln, Gruppen und Fanpages aufgebaut.

spielaufbau Der Aufbau des Spiels

Der Ablauf

der-spieltisch

Pro Tisch lagen 3 Profile aus.

Im Original steht das Sammel von Freundschaften im Vordergrund, das haben wir etwas abgeschwächt. Bei uns gab es auch eine Statuspyramide, bei der aber ganzen oben 20 Punkte und 15 Freunde als Ziel standen. Die Punkte bekamen die TeilnehmerInnen durch das Erfüllen der Aufgaben auf den Aktionskarten oder in dem sie 5 „gefällt mir“-Kleber auf ihren Profil hatten (hier muss man halt einfach auf die Ehrlichkeit vertrauen). Es steht als eher das Ausführen der Aktionen und das Ernten der „gefällt mir“ im Vordergrund.

Beim Ablauf hielten wir uns stark an das Original. Die TeilnehmerInnen füllten ihr Profil aus. Als Profilfotos habe ich die Fotos aus der Vorlage angepasst und ein paar Mal in schwarz-weiß ausgedruckt. Die Profilvorlage haben wir nicht angepasst.

Um sich mit jemand zu befreundet, genügte es den eigenen Namen auf ein Post-IT zu schreiben und dieses dann auf das gewünschte Profil zu kleben. Wurde die Freundschaft angenommen, passierte nichts. Wurde die Freundschaft nicht angenommen, konnte der Name wieder entfernt und bei uns abgegeben werden. Wir hatten somit immer einen Überblick über verlorene Freundschaften und die TeilnehmerInnen konnten prüfen, ob sie einen Freund weniger hatten.

Nach dem das Profil geschmückt war, griffen die TeilnehmerInnen zu den Aktionskarten und dann ging es los. Die Punktejagd hat begonnen.

Um sich einen Punkt abzuholen, kamen die Eltern dann zum Spielleitertisch, gaben die Aktionskarte ab und wir haben dann die Punktekarte mit einer Locher gefüllt.

Das Unausgesprochene
Beim Erklären der Regeln hatte ich 2 Punkte vergessen, das sich aber als richtig hilfreich herausgestellt hatte. Ich hatte nicht erklärt, dass die TeilnehmerInnen einen Punkt für 5 „gefällt mir“-Klebepunkte bekommen und ich hatte unsere Interessens-Pinnwand nicht erklärt. Die Sache mit den 5 Punkten steht aber in den Regeln, die an einer Stellwand hingen. Bei der Interessens-Pinnwand handelt es sich um ein leere Pinnwand, die mit Interessen befüllt werden kann. Ein Interesse könnte z.B. ein Auto aus den Zeitschriften sein. Das Auto ausschneiden, mit einem Post-IT könnte der/die TN nun ausdrücken, dass er/sie sich für das Thema Auto interessiert. Damit etwas auf der Wand passiert, sind entsprechende Aktionskarten vorbereitet.

Diese beiden Regeln haben sich während dem Spiel herumgesprochen. Manch einer hat das bis zum Ende nicht mitbekommen, andere wurden von ihren Freunden darauf aufmerksam gemacht.

Wir haben diese beiden Regeln einfach mal mit der Einführung von neuen Funktionen bei Facebook verglichen, das bekommt auch nicht jeder immer gleich mit.

Der Rückblick

post-mit-likes

Die neuen Schuhe präsentieren.

Wir haben die die Eltern dann ungefähr eine Stunde in der Netzwerk-Welt gelassen, was sich als optimale Zeit herausgestellt hat. Nach dieser Zeit haben die ersten Angefangen sich zu setzen und untereinander mal über das Erlebte auszutauschen.

Wir haben danach eine ausführliche Reflexionsrunde gemacht, die auch noch mal eine Stunde gedauert hat. Die TeilnehmerInnen waren wirklich großartig und haben viel diskutiert und über das Spiel gesprochen. Alle waren sehr von dem Spiel angetan und hatten wirklich das Gefühl, dass sie es nachvollziehen konnten, wieso solche Netzwerke wie Facebook derart beliebt sind. Allerdings empfanden es auch viele als super stressig.

Einen Satz habe ich noch ganz genau im Kopf: „Jetzt sind wir hier doch alles erwachsene Leute, haben ein bisschen was im Kopf… und trotzdem hat jeder von uns an seine Pinnwand geschrieben, dass sein Goldfisch gestorben ist. Nur um Punkte abzukassieren!“

Insgesamt haben wir ungefähr 2 Stunden mit dem Spiel verbracht: erklären, spielen, reflektieren. Dazu kommen noch 3-4 Stunden für die Vorbereitung. Das Material muss ausgedruckt und eventuell gekauft werden.

Die Fehlerbehebung

aktionskarte

Aktionkarte mit Post-IT

Was wir beim nächsten mal anderst machen würden:

  • Die Aktionskarten müssen bei den Spielleitern sein, da sich die TeilnehmerInnen sonst nur die Perlen herauspicken :)
  • Weniger Punkte auf die Statuspyramide setzen. 20 Punkte und 15 Freunde war definitiv zu viel.
  • Mehr Material mitnehmen, vor allem Profile. Da hatte ich es etwas zu genau genommen.
  • Obwohl es nicht so schlimm war, dass wir nur 2 Scheren hatten, wären mehr sicher besser.
  • Punktekarten für die Teilnehmer schöner gestalten (siehe Bild)
  • Für eine so große Gruppe müssen mehr Aktionskarten her

Das Fazit
Das Spiel ist auf jeden Fall super dafür geeignet um die Welt der Sozialen Netzwerke verständlich und spielerisch zu erklären. Das OER-Prinzip ist super geil, da sich so jeder das Spiel für die eigenen Bedürfnisse anpassen kann, hier noch mal ein großes Lob an die Macher!

1 Kommentar

  1. Coole Sache!

    Deine und die TeilnehmerInnen-Begeisterung lässt sich gut herauslesen.

    Bin jetzt dank Deines Artikel nochmal angefixt, es selbst mal einzusetzen!

    Groß Lob an Dich und natürlich die Designer! :)

Kommentare sind geschlossen.